Pre-Opening in Montenegro: was in den ersten 90 Tagen zählt
Montenegro erlebt gerade eine Welle neuer Hoteleröffnungen, von grossen internationalen Marken bis zu kleinen, unabhängigen Boutique-Projekten. Für die unabhängigen Häuser entscheidet sich der Erfolg selten am Eröffnungstag selbst, sondern in den drei Monaten davor.
Drei Baustellen, ein Zeitplan
Bauabnahme, Teamaufbau und Markenauftritt laufen in der Praxis fast immer parallel, nicht nacheinander. Das ist der Punkt, an dem viele Projekte ins Straucheln geraten: das Team wird erst eingestellt, wenn der Bau fertig ist, die Marke erst entworfen, wenn das Team schon arbeitet. Ergebnis ist ein Soft Opening, bei dem drei Dinge gleichzeitig improvisiert werden müssen.
Was 90 Tage vor Eröffnung stehen sollte
Die Organisationsstruktur und der Stellenplan sollten stehen, bevor die ersten Bewerbungsgespräche laufen. Die Markenpositionierung, wie das Haus sich von den grossen Nachbarn unterscheidet, sollte feststehen, bevor die ersten Fotos für Website und Buchungsportale entstehen. Und das Serviceteam sollte mindestens zwei Wochen vor dem ersten zahlenden Gast einen echten Testbetrieb durchlaufen haben, nicht nur eine Schulung im Klassenzimmer.
Wo Gastronomie ein zentraler Teil des Hauses ist, gehört die Weinkarte und die Sommelier-Schulung des Serviceteams in denselben Zeitplan, nicht als Nachgedanke nach der Eröffnung. Ein Pre-Opening, das Hotellerie- und Gastronomie-Perspektive von Anfang an zusammen denkt, spart in der Praxis Wochen an Nacharbeit nach dem Start.