Unterwegs in Montenegro: ein Land im Aufbruch
Im Oktober waren wir in Montenegro unterwegs, in Podgorica, an der Küste und im Landesinneren. Wir haben ein internationales Tourismusforum besucht, mit Hoteliers, Gastronomen und Maklern gesprochen und die Tourismusorganisation des Landes getroffen. Was wir mitgenommen haben, lässt sich in einem Satz sagen: Montenegro bereitet sich mit sichtbarem Ernst auf Europa vor, und der Tourismus geht voran.

Die Anreise ist kurz
Wizz Air fliegt Podgorica von mehreren Flughäfen in Österreich, Slowenien, Deutschland und der Schweiz an. Der Flughafen Podgorica ist klein, übersichtlich und freundlich. Wer aus dem deutschsprachigen Raum kommt, ist schneller am Meer als an manchem Ziel im eigenen Land.
Europa und Asien in Podgorica
Vom 11. bis 14. Oktober fand in Podgorica das Interregional High-Level Tourism Forum «Europe and Asia» statt, ausgerichtet vom Ministerium für Tourismus Montenegros zusammen mit UN Tourism. Wir waren dabei. Das Forum hat gezeigt, wie selbstbewusst Montenegro seinen Platz im internationalen Tourismus sucht, als Brücke zwischen den Märkten Europas und Asiens.
Am Rand haben wir die Tourismusorganisation Montenegros getroffen. Auch dort war das Interesse an Partnern aus dem deutschsprachigen Raum gross: an Erfahrung mit Gästen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, mit Saisonverlängerung und mit Servicequalität.
Der EU-Beitritt ist im Alltag angekommen
Überrascht hat uns, wie viel davon schon umgesetzt ist: neue Strassen, neu geführter Verkehr, Bauprojekte, die erkennbar nach europäischen Vorgaben entstehen. Wir haben grossen Respekt davor, was diese Umstellung für die Bevölkerung und für die Betriebe bedeutet. Zugleich sehen wir im Beitritt ein grosses Potenzial für den Tourismus, weit über das Kapital hinaus, das er ins Land bringt. Mehr dazu auf unserer Seite EU-Beitritt.
Die Hotellerie freut sich und bleibt wachsam
Die Hoteliers, mit denen wir gesprochen haben, freuen sich auf zusätzliche Gäste aus dem Norden und Westen Europas. Den Richtlinien aus Brüssel begegnen sie mit kritischem Blick, weil sie Umstellung, Aufwand und Kosten bedeuten. Die Häuser, die wir besucht haben, waren durchweg auf sehr gutem Stand.
Es wird gebaut, auch abseits der Küste. Grosszügige neue Hotelanlagen entstehen, ältere Häuser werden revitalisiert, und auch im Landesinneren spürt man die Aufbruchstimmung. Bei den Maklern war zu spüren, wie stark das Interesse an Hotelprojekten gewachsen ist.
Porto Montenegro und Luštica Bay
Porto Montenegro ist ein Vorzeigebeispiel dafür, wie Tourismus in Zukunft aussehen kann. Die grossen Yachten haben uns dabei weniger beschäftigt als die Frage, welcher Tourismus daraus für das ganze Land wächst. Wir haben einen Weg gesehen, der auf Qualität setzt. Ganz besonders ist uns Luštica Bay geblieben, ein Ort mit viel Geschichte auf der Halbinsel Luštica.
Gastfreundschaft ist hier Haltung
In den Restaurants trafen wir Menschen, die ihren Beruf leben und lieben, mit Leidenschaft für ihre Küche, ihre Weine und ihre Gäste. Für Gäste aus dem deutschsprachigen Raum ist das ein starkes Argument, und für die Betriebe eine Aufgabe: diese Stärke so zu erzählen, dass sie schon bei der Buchung sichtbar wird.
In diesen Tagen haben wir erste Kontakte geknüpft und weitere Gespräche vereinbart. In den nächsten Wochen berichten wir ausführlicher, zum Forum, zur Hotellerie und zur Gastronomie.